DONNERSTAGS UM DREI | von Alexander Willrich

  • Kebab Spider von Sleaford Mods

    Die Sleaford Mods sind Nord-England at it’s best. Diese Musik ist die Wut der Working Class, Spoken Word und Post-Punk in einem. Verpackt wird das ganze live in einer unspektakulären Show. Zwei Typen, ein Mikrofon und ein Notebook. Viel mehr passiert da nicht. Dieser Minimalismus bringt aber den Hass von Jason Williamson in den Vocals zur Geltung. Und Andrew Fearn als Produzent hat den besten Job: Den Play-Button für die Instrumentals drücken und Bier trinken.

  • Abendland von Yassin

    Yassin die eine Hälfte von „Audio88 & Yassin“ sind im deutschen HipHop ebenfalls bekannt für Wut, Hass und Zynismus. Mit seinem Solo-Debüt verwandelt sich der wütende Rap aber in Autotune-Pop: der von der guten Sorte. Yassin sprengt Genre-Grenzen und lieferte mit seinem Debüt im Januar ein mutiges und persönliches Album ab. Druckvolle, trappige Songs treffen auf Oldschool-Boom-Bap-Beats und auf poppige Balladen. Klingt cheesy? Ist es keineswegs.

  • Night & Day von Hot Chip

    Man konnte dem Maifeld Derby in der Vergangenheit ja schon ein Mangel an tanzbaren Bands auf dem Festival vorwerfen. Hot Chip werden diesen Mangel im Alleingang beseitigen. Euch erwartet eingängiger Elektro-Pop mit einer butterweichen Gesangstimme von Alexis Taylor. Shut up and dance!