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EinheimischeMusikFire On Dawson

von Stefan Haug

Mit "Prognative" veröffentlichen die Karlsruher Fire On Dawson ihr Debüt-Album. Mit den Zeilen "13 songs - 13 untold stories" wirbt die bandeigene Webseite das Album. Wir haben für euch reingehört.

 

Die 2005 gegründete Alternative-Rock-Band schickt mit "Hit Me" gleich zu Beginn ein druckvolles und doch versöhnendes Stück ins Rennen. Der harte Einstieg wird von zarten Gitarrenklängen verdrängt, eine schwebende Stimme nimmt einen mit - dann bebt das Drum und die Stimme schmeißt einen wieder zurück - es kratzt, es kracht. "Hit Me" ist ein gut gewählter Opener, der hängen bleibt. Immer wieder schimmern Gitarrenklänge durch, zeitlose Momente, tagträumende Phasen - alle der 13 Stücke sind länger als vier Minuten, doch keines davon scheint unnötig in die Länge gezogen. Das muss so sein.

Nicht nur mit dem zweiten Song "Olives" wird es ruhiger, "Prognative" ersetzt immer wieder E- für Akustik-Gitarre, den Songs tut das gut - das hier ist qualitativ hochwertig, durchgehend.

Die Produktion erinnert an die großen, amerikanischen Bands - nur werden hier zusätzlich die Ideen mit vielen Arrangements untermalt und nicht zwingend auf Hit produziert, sondern der Kreativität vorrang gelassen. Immer wieder wird ein Gang zurückgeschalten, um doch nochmal in volle Fahrt zu geraten. Hier hört man gerne hin - das ist Progressive und atmosphärisch, Metal und laut, Grunge und leise, Alternative und individuell.

Stimmwunder Ankur glänzt das komplette Album über. Aber auch die Band muss sich nicht verstecken, sondern versteht ihr Handwerk exzellent.

"Let The Games Begin" mausert sich zum Ohrwurm, das harmonische Zusammenspiel von Gesang, Gitarre und Bass ist perfekt und könnte im Radio nicht nur gut seinen Platz finden,

sondern dort auch viele neue Freunde. "End Of May" ist nervös und ebnet sich seinen Weg in einen kraftvolles Ende. Mit "Rising" wird es dem Ende zu nochmal lauter und packend. Ein stilvolles auf und ab, auch das ist "Prognative".

Ein Debüt das die Messlatte hoch legt. Fire On Dawson können mit dem Ergebnis zufrieden sein, diese Größe erreichen manche Bands nicht einmal mit Ihrer gesamten Diskographie und so bleibt festzuhalten, das man sich sicher sein kann, das man mit dieser Referenz im Nacken von Fire On Dawson noch einiges zu hören bekommt.