Die zweite Bestätigungswelle fürs Southside ist da - Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.
Nachdem bereits letztes Jahr pünktlich zum Weihnachtsfest die ersten Bands bekannt gegeben wurden, gab es in den letzten Tagen bereits die nächsten inoffiziellen Bestätigungen und am Freitag wurden die Bands dann ganz offiziell und passend zum nahenden Ende des Frühbuchertickets aus dem Sack gelassen. Grund zur großen Aufregung gibts trotzdem nicht - den großen Kracher sucht man vergebens.
Stattdessen findet man alte Bekannte, wie die Progressive Rocker Porcupine Tree, die mittlerweile weltbekannten, Hit um Hit produzierenden Phoenix, die Rave-Electro-Truppe von Does It Offend You, Yeah? die 2007 noch um 12 Uhr mittags im Zelt spielen mussten oder die in Deutschland auch bestens bekannten Madsen. Hinzukommen die 2009 unglaublich erfolgreichen Londoner The XX, Florence Welch, besser bekannt als Florence And The Machine, sowie die 3 Münchner Herren mit dem Namen Frittenbude. Damit wäre die typische Indie-Portion beim Southside auch wieder abgedeckt. Für Freunde anderer Genres gibts Hardcore von Horse The Band, Electro von Boys Noize, Punk-Rock von Hot Water Music, Nostalgie bei den wiedervereinten K's Choice und bayrischen Balkanbrass von LaBrassBanda. Scheint als hätte sich beim Southside musikalisch nicht viel geändert: man setzt weiterhin auf die großen, besucheranziehenden Indie Bands und versucht außerdem bestmöglich ein breites Genre-Spektrum abzudecken. Und auch sonst ist vieles gleich geblieben: die Anzahl von Bands wird wieder bei etwa 60 liegen und es werden weiterhin 2 Open-Air Bühnen, sowie eine Zeltbühne bespielt.
Warum sollte man auch etwas ändern? Kamen die Southside-Besucher in den letzten Jahren doch immer in großen Scharen und verbrachten ein fröhliches Musikwochenende auf dem Flugplatz. Doch genau da liegt womöglich das Problem. Unbekannte, versteckte Perlen oder Sensationen sucht man bisher vergebens - und die sollte ein Festival dieser Größenordnung doch auf jeden Fall bieten. Aber noch ist ja genug Zeit und Freiraum um doch noch für die ein oder andere Überraschung zu sorgen.