Es scheint, als sei die Welt bereit für The Parlotones – The Parlotones sind auf
jeden Fall bereit für die Welt. So steht es im Pressetext der Parlotones, ob es für die Welt reicht bleibt abzuwarten, gönnen würde man es den sympathischen Südafrikanern, die am Samstag das Universum rockten, allemal.
Es ist Oktober, es ist kalt und es regnet. Doch kaum hat man das Universum betreten wird es warm und kuschlig. Zum einen liegt es daran, dass die Heizungen voll aufgedreht sind zum anderen, dass das Universum gefüllt ist mit Menschen. Die Parlotons sind ein Familien- Event, man kommt mit Oma und Opa oder bringt seine Kinder mit. Die wenigen kreischenden Teenies quetschen sich schon eine Stunde vor Konzertbeginn in die erste Reihe und verpassen so die Band, die sich fast unbemerkt in die Menge gemischt hat.
Obwohl die Parlotones in ihrer Heimat Südafrika schon mehrfach Platinstatus erreicht haben, geben sie sich auch das Konzert über publikumsnah und freuen sich, dass sich dieses Mal mehr als 50 Menschen ins Universum drängen. Die Parlotones überzeugen durch gesellschaftskritische aber auch tief romantische Texte. Auch musikalisch spürt man die Erfahrung, die die Band auch schon auf größeren Bühnen wir beim Live Earth oder beim Africa Day sammelte. Die Stimme des Sängers fesselt von Anfang an, die Musik animiert zum mittanzen.
Zumindest in den ersten Reihen, dahinter begnügt man sich mit Kopfnicken oder Mitklatschen. Man merkt, dass die Parlotones keine hochgejubelte Teenie band sind, sondern ernsthafte Musiker, eine perfekt aufeinander abgestimmte Band, die nicht nur ihr Gefühl für Stimmung beweist, sondern auch ihren Ruf als hervorragende Live Band bestätigt. Spätestens nach ihrem WM-Hit Come back as heroes geht man auch in den hinteren Reihen dazu über mehr als nur den Kopf zubewegen.
Man merkt, dass es der Band Spaß mach auf der Bühne zu stehen und es macht Spaß ihnen dabei zuzuschauen. Die Tanzeinlagen des Sängers, weitausufernde Armbewegungen und wildes Rumgehüpfe, animieren leider auch den ein oder anderen Zuschauen zum Mitmachen. Nach anderthalb Stunden ist dann nicht nur das Hemd des Sängers verschwitzt. Alles in allem ein sehr gelungener Abend und so kann man abschließend sagen, dass zumindest Stuttgart bereit für die Parlotones ist.