Im Juha West gab es am 27. Juni mal wieder Hardcore. Aber es kam nicht irgendwer, sondern Terror aus Los Angeles. Als ob das noch nicht genug wäre, gab es noch Pay No Respect als Sahnehäubchen obendrauf. Ein heißer Abend wurde es.
Das Fazit vorweg: Scott Vogel ist eine coole Sau dem nicht mal 53 Grad Celsius was ausmachen.
Am Siebenschläfertag gab es doch tatsächlich brutale 35 Grad in Stuttgart. Während andere im Freibad sich in das Schwimmbecken quetschten, quetschten wir uns in das gut gefüllte Juha West um die Hardcore-Heronen Terror zu bestaunen. Mit über 150 Leuen war auch ausreichend was los und es war nur eine Frage der Zeit bis der Schweiß von der Decke tropfen würde. Während Pay No Respect tropfte neben Schweiß auch der ein oder andere Stagediver von der Decke. Die Jungs aus England machten Hardcore mit Breakdowns und kamen gut bei den Stuttgartern an. Leider war doch wenig los vor der Bühne, was die Euphorie bei Facebook ein bisschen verpuffen ließ. In den gut 25 Minuten machte man Werbung für die saugünstige Moving On EP und hinterließ die ersten nackten, schweißgebadeten Körper.
Draußen tummelten sich die Fans aus allen Ländern um sich die Abendsonne auf den Kopf prasseln zu lassen. Pünktlich um halb 10 ging es mit dem Rocky-Intro los. Scott Vogel und seine Mannen machten innerhalb von 2 Liedern aus dem beschaulichen Jugendhaus ein Schlachtfeld in dem die Körper nur so durch die Gegend flogen. Sänger und Frontsau Scott gab sich aber mit einem Schlachtfeld nicht zufrieden. Er forderte immer mehr: Mehr Stagedives, mehr Mitsingen, mehr alles. Unbarmherzig wurde ein knüppelharter Song nach dem nächsten rausgehauen. Doch Scott Vogel wäre nicht er selbst, wenn er nicht den ein oder anderen dummen Spruch raushauen würde. 15 verschiedene Anekdoten zu dem Lied Overcome sind da Tagesordnung. Auch Geschichten vom letzten Festival mit 10.000 Leuten wurden zum besten gebracht, mit dem Fazit das Terror doch so kleine Clubs geiler finden. Wenn überrascht´s? Das 60 minütige Spektakel wurde noch mit einem netten H2O Cover veredelt. Liedname wird nicht verraten, da landen wir ja noch auf dem Index. Als Bonbon gab es noch ein neues Lied namens Track 1 from the new album. Streckenweise war das ganze Songmaterial von Terror doch anstrengend, peppten es aber mit Hits und Sprüchen wieder auf. Um kurz vor halb 11 war die ganze Show vorbei. Keine Zugaben gab es, aber da war der Großteil wohl auch froh drüber. Eine Stunde Vollbedienung bei 50 Grad im Club reichen auch völlig.
Im Gegensatz zu anderen Konzertabenden, bot diese Nacht keine Abkühlung. Dafür aber zufriedene, lädierte Gesichter. Das Fazit könnt ihr ja oben noch mal lesen.

