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Neckbreakers Ball im LKA Longhorn

von Rene König

Na|cken, der; - anatomisch: „Nucha“. Hinter Teil des Halses der für die Beweglichkeit des Kopfes und große Teile des Oberkörpers verantwortlich ist. Und diesen gilt es am 22.01.2011 auf dem Neckbreakers Ball im LKA Longhorn Stuttgart zu schwingen!

Lasset die Spiele beginnen!

Abgehetzt und durchgeschwitzt um 17 Uhr im LKA durfte man doch verwundert staunen das es noch gar nicht losgeht! Sondern erst um 18 Uhr! Juhu! Informationsunterschlagung Deluxe! Aber bevor man genervt sich das erste Getränk zu Gemüte führt (Kein Bier vor Vier -> Haha) kann man sich an der kleinen CD-Börse die Zeit totschlagen. Hinter dem Mischpult, wo sonst immer Publikum herrscht, wurde ein kleiner Marktplatz aufgebaut! Auch schön!

Allen Anschein nach wurde auch nicht mit Menschenmassen gerechnet und im Laufe des Abend sollte es auch nicht wirklich voll werden.

Pünktlich eine Stunde später als geplant gingen die Jungs von MILKING THE GOATMACHINE ans Werk. Die ersten 100 Leute im Publikum hatten sichtlich Spaß an den Ziegenmasken-Freunden. Nach guten 30 Minuten und brodelndem Grindcore war die Meute warm für

MANEGARM!

Die schwedischen Schwedenjungs aus Schweden machten traditionellen Metal mit schwedischen Texten. Die Gitarren und die Bühnenperformance erinnerte leicht an die Scorpions… da kann ich mich aber auch täuschen…

Die meisten Neckbreaker waren wohl nicht so angetan davon und schauten sich das Spektakel von hinten oder gar nicht an. Nach dem Ende der Kanelbullar-Bevorzuger wurde es Zeit für die Stars das Abends.

Was nun abging war mehr als nur feierlich! EQUILIBRIUM drehten den Lautstärkepegel erst mal auf 11! Wer die Bayern schon kannte drehte sofort durch, wer sie noch nicht kannte, war spätestens beim 2. Lied in ihrem Bann! Mit ihrem epischen Pagan Metal mit Folkelementen (oder auch: ne gute Mischung aus allem) trafen die Senkrechtstarter den Nerv der Stuttgarter! Die Halle war nun gut ¾ voll und der erste Moshpit des Abends war im vollen Gange. Leider gab es immer wieder kleinere Soundprobleme, aber hey: das war den Partywütigen total egal!

Mit dem Lied „Unbesiegt“ endet ein denkwürdiger Auftritt. Danke ihre Trolle aus den Bayrischen Wäldern!

Nun wurde es Zeit für die Thrashkeule aus den Niederlanden! LEGION! OF! THE! DAMNED! Im Vorfeld durfte man sich doch tatsächlich auf einen sensationellen Charteinstieg (Platz 27) freuen… doch diese Freude sprang wohl nicht in Ihre Performance  mit ein: Es schien als würde der Lichttechniker ein bisschen schlafen und die Band selbst hat sich davon einlullen lassen. Natürlich wurden die Hits wie „Son Of The Jackal“ oder die Bandhymne „Legion Of The Damned“ abgefeiert… aber irgendwie fehlte der letzte Kick. Es fehlte ein bisschen das gewisse Etwas bei dem der Funk überspringt. An der Qualität der Musik scheint es nicht zu liegen.

Den Abschluss und damit auch den Headliner der Herzen stellen KATAKLYSM! Die crazy Brasilianer hatten ordentlich Bock und Freude im Gepäck. (Normalerweise liest man immer nur das die Freunde nicht die Euphoriker auf der Bühne sind… naja). Mit Ihrem aktuellen Album „Heaven´s Venom“ spalteten sie die Gemüter. Die einen freuen sich über den frischen Wind, die anderen nörgeln das die alten Alben viel besser waren. Diskussionen über Diskussionen! Nun was bleibt mir noch viel zu sagen außer das KATAKLYSM live mächtiger als auf Platte sind!

Publikum: am tanzen.
Band: am Spaß haben.
Lichttechniker: am endlich mal seinen Job machen
Rezensionist: am gehen, nach 5 Bands ist man einfach Todmüde!

Ein nettes Line Up welches man auf den Festivals dieses Jahr sicherlich noch öfters sehen wird!