Am Donnerstag im zwölfzehn stieg eine Fete. Das hab ich vorhergesagt, weil ich schon einmal bei Mini Moustache war. Damals war es eine Fete. Mit aktualisiertem Internetauftritt und eigentlich gar nicht so vielen neuen Ideen für die Bühnenshow sind die Jungs mit dem unverwechselbaren Schnurrbart nun wieder unterwegs und Stuttgart ist natürlich wieder geehrt.
Bis auf die nicht ganz weißen Outfits hat sich nicht so viel verändert. Nur scheinbar sind dieses mal einige Zuschauer da, die wissen, was uns alle erwartet. Da wird von Anfang an gegröhlt, Garcon wird verlangt, ein Stück an das ich mich auch erinnere und das Vorfreude entstehen lässt.
Und dann sind sie auf der Bühne, in gewohnt lässiger Erscheinung. Es geht gleich richtig los und das immerhin ordentlich gefüllte zwölfzehn lässt sich nicht lange bitten.
Man muss nicht wirklich alles verstehen, was da gesungen wird, es reichen mir die Brocken, denn "je suis le roi de la discotheque" kann auch ich einordnen. Den Rest bringt die Laune, der Beat und ein bisschen auch das schummrige Licht und die Nebelwand, die da zwischen Bühne und Tanzfläche schwebt.
Als der Frontman ohne langes Zögern in der ersten Reihe zugreift und sich eine der tanzenden Damen auf die Bühne holt, vermisse ich zum ersten Mal seit ich diesen Laden kenne die Feuerwehr-Lapdance-Stange, die sonst nur selten abgebaut wird. Jetzt würde man sie brauchen. Die Dame macht sich recht ordentlich, rekelt und wendet sich, lässt sogar mit sich schmusen. Wie schön. Und der Moustache ist auch echt, ne.
Zusammen singen wir davon, eine Party vorzubereiten, bei der es deux baguettes et un croissant geben soll. Wir singen eine "chanson nach die anderen" und mit den Keyboardklängen und den Einlagen von dem Typ mit dem abgefahrenen Helm wird der Refrain ein Gemeinschaftsding.