Am 16/17./18. September 2010 war es wieder soweit. Das 4. KuRT Festival öffnete seine Pforten. Ein schönes kleines Festival, bei dem selbst das Wetter seine Laune behielt.
Als ich das Festivalgelände betrete bin ich erstmal überrascht. Es ist noch erstaunlich leer. Und weit und breit emsiges Treiben der vielen Helfer zu beobachten, aber keien Musik zu hören. Außer die, die von den Ständen aus zu hören ist. Schuld daran ist ein Stromausfall, der dem ganzen Ablauf eine Stunde Zeit und Nerven der Veranstalter kostet. Mir später ab und an die Entscheidung, wo ich zuerst hingehen soll. Zum Glück ist Zelt- und Hauptbühne nur wenige Minuten voneinander entfernt.
Dafür brettern State Off Art um so lauter in der Zeltbühne los. Das Mischpult ist etwas übersteuert, legt sich dann aber langsam. Energisch und mit Hilfe von Samples wird ihre kleine Rock'n' Rollshow der Beginn des Festivals eingeläutet.
Kurz danach befinde ich mich schon vor der Hauptbühne bei 'Herr Stilz seine Freunde'. Was ich da zu hören bekomme, gefällt mir gut. Deutscher Poprock. Sie freuen sichtlich, das langsam mehr Leute auf dem Gelände unterwegs sind. Als ein paar Zehn-Cent-Stücke auf der Bühne landen, müssen sie laut lachen und meinen '...wenn das soweiter geht, können wir uns bald unsere Cd leisten'. Dann verweise ich hiermit mal auf ihre MySpace-Seite http://www.myspace.com/herrstilz
Weiter zu 'Dear Paris' auf der Zeltbühne. Bei ihrem Auftritt kann man eine deutliche Weiterentwicklung erkennen. Die Studioarbeiten sind hörbar. So präsentieren sie neue Songs ihrer EP. Elektrobeat meets Gitarrensound. Kurz und prägnant. Tanzbar.
Auf dem Weg zurück zur Zeltbühne entsteht ein Graffiti. Im Laufe des Abends wird es sogut wie fertig werden.

Bei Rokoko dämmert es schon langsam draußen. Meine Meinung über diese Band hat sich nicht geändert (ich habe schonmal über ihren Auftritt in der Kiste berichtet). Mit 'Illusion' leiten sie ihren Auftritt auf der Zeltbühne ein. Ich hätte sie mir auch gut auf der Hauptbühne vorstellen können. Dafür ist die Stimmung hier etwas 'familiärer'. Der Platz vor der Bühne ist auch nach und nach besuchter. Gute Übergänge zu den Songs und bei manchen Zuhörern kann ich eine Explosion der Emotionen beobachten.
Am Bühnenrand sind die Jungs von 'I Heart Sharks' am rumspacken - für die wird der nächste Titel dann einfach humorvoll in englisch angekündigt.
Schöne Einleitung für den kommenden Abend...

'Nonlinear' sind tatsächlich nicht ganz geradlinig. Weder in ihrer Stilrichtung der Musik, noch der Klamottenwahl. Auf der Hauptbühne ziehen sie eine Show sondergleichen ab - mit hohem Spaßfaktor. Während der Schlagzeuger ein grünes Jerseykleid trägt, hat sich der Sänger mit pinker Leggins und Elch auf dem Kopf in Schale geschmissen. Ihre Musik mixed Ska-, und Rockeinflüsse mit Elektrobeats. Kurz wird auch mal ins Publikum eingetaucht, um da noch einen Song zu performen und zurück auf die Bühne zu rennen.

Mein letzter Eindruck für diesen Tag gilt auch diesen Jungs von 'I Heart Sharks'. Elektronische Beats in der Dämmerung, blaue Visuals und Nebel auf der Bühne. Der Beat frohlockt in den Beinen, gerne wäre ich noch etwas länger geblieben. Ich muss leider mit dem Zug zurück und bedauere es ein wneig. Eine Erkältung hatte sich eingeschlichen. Weitere Eindrücke könnt ihr den Bildern oben im Stream entnehmen. Vielen Dank und mit freundlicher Unterstützung von Jannik Rulitschka www.jr-defo.de .