Schnellnavigation: Bühnenrand
Bookmark

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Elis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Disbelief auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Disbelief auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Disbelief auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Disbelief auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Disbelief auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Disbelief auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Visions Of Atlantis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Visions Of Atlantis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Visions Of Atlantis auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Watch Me Bleed auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Watch Me Bleed auf dem Heilig's Blechle Festival am Freitag

Foto: Rene König
Atrocity auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Atrocity auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Atrocity auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Atrocity auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Atrocity auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Atrocity auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Atrocity auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Undertow auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Undertow auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Undertow auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Leaves Eyes auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Leaves Eyes auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Leaves Eyes auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Leaves Eyes auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Leaves Eyes auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Leaves Eyes auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Leaves Eyes auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Tieflader auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Tieflader auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Tieflader auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Midnattsol auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Midnattsol auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Midnattsol auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Midnattsol auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Midnattsol auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Midnattsol auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Breschdleng auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Foto: Rene König
Breschdleng auf dem Heilig's Blechle Festival am Samstag

Heilig's Blechle Festival Arena Ludwigsburg

von Rene König

Ein Festival für Freunde der traditionellen, metallischen Klänge. Beim Heilig´s Blechle Festival werden am 8. und 9. Juli in der Arena Ludwigsburg Atrocity, Undertow, Leaves Eyes, Disbelief und 12 weitere Bands den Gaißburger Marsch blasen. Moment… das war was zu essen.

Freitag

Es hätte alles so schön sein können! 16 Bands an 2 Tagen. Dazu noch ein coole Location und faire Preise. Über die Tatsache das im Juli ein Festival draußen stattfinden sollte, sehen wir einfach mal hinweg. Ganze 800 Karten wurden im Vorfeld verkauft, so das die Veranstalter ziemlich optimistisch waren das das ganze kein Misserfolg für die erste Auflage des Heilig´s Blechle wird.

Zu Visions Of Atlantis waren um 19 Uhr ca. 60 Leute in der Ludwigsburger Arena. Die Halle die eigentlich für an die 8000 Leute gedacht ist wurde mit einer riesigen Bühne inkl. Laufsteg aufgemotzt. Neben 2 HD-Leinwänden gab es auch noch Unmengen an Lichtern, Kameras und Brimborium. Wow! Da sollten eigentlich mind. Noch 1000 Leute kommen, alleine um sich das mal anzugucken! Zurück zu Visions of Atlantis: Sängerin und Sänger machten das beste aus der Situation und heizten ihren Fans mit symphonischen Metalklängen ein.

Die nächsten im Bunde waren da schon von der ganz anderen Sorte. Watch Me Bleed hatten es sich zur Aufgabe gemacht mit todesmetallischen Rhythmen die Leute in Wallung zu bringen. Außer einer schicken, roten Einheitstracht war da nicht mehr viel mit Eigenständigkeit. Ein Lied klang wie das andere und man versuchte auf ganze harte Hunde zu machen: böse gucken und kaum Ansagen sind nur Kleinigkeiten. 2 Sänger die im Endeffekt das gleich machen und zwar schreien machten die Sache nicht besser, als dann aber noch der Gitarrist noch ne ordentliche Portion Brüllerei abliefert wird mir das ganze zu bunt. Dann lieber auf Disbelief warten.

Im großzügigen Backstage Bereich traf mal die meisten Bands schon an, sogar die wo erst am Samstag auftreten werden. Sehr schön. Keine 10 Minuten vor ihrem Auftritt, haute sich Disbelief-Sänger Karsten Jäger ein dickes Putensteak rein. Lampenfieber gibt es also nicht mehr nach 20 Jahren Musikmachen.

Spätestens jetzt um 21.30 Uhr wurde es komisch. 800 Karten wurden verkauft und keine 50 Leute wollten sich Disbelief angucken? An einem Freitag Abend? Der Extreme Metal der Hessen ist logischerweise nicht jedermanns Sache, da schwer verdaulich für ungeübte Ohren. Aber das kann doch nicht sein das die alle erst am Samstag kommen wollen?! Nichtsdestotrotz boten Disbelief ein sehr gute Show. 60 Minuten lang gab es eine Art Best Of der letzten Alben. Protected Hell, Sick, all is left behind und und und. Ein einsamer Recke forderte trotzdem nach einer Zugabe. Doch Sänger Karsten ging persönlich auf ihn zu um den aufgebrachten Kerl zu beruhigen.

Als Headliner des Freitags kamen dann noch die lichtensteinischen Gothic Rocker Elis. Ein besonderer Auftritt, da vor kurzem die Band vor einem Scheideweg stand: Weitermachen und oder die Instrumente niederlegen. Gerade wenn man sich die Vita von Elis anschaut, wird einem klar was in den letzten Jahren alles passiert ist. Der wohl tragischste Eintrag ist wohl der Tod der Sänger Sabine, die während einer Bandprobe an einer Gehirnblutung starb.

Mit so traurigen Dingen sollte der Abend aber nicht überschattet werden, denn die Lichtensteiner hatten richtig Bock auf den Auftritt heute, welcher auch aufgenommen und für eine DVD verwendet wird. Übrigens wurden an diesem Wochenende 8 Auftritte aufgezeichnet die für eine Live DVD verwendet werden sollen. Die neue Sängerin Simone war bestens aufgelegt und machte in den vorderen Reihen einiges an Stimmung gut. Wären nicht diese riesigen Lücke in der Halle, hätte das einfach besser ausgesehen. Geschätzte 100 Leute wollten sich zu später Stunde noch ein wenig verzaubern lassen, was angesichts der fabelhaften Alben Catharsis und Griefshire kein Problem darstellte. So wurde der erste Tag versöhnlich beendet und man hoffte auf eine volle Halle am Samstag.

Samstag

Nachdem das Wetter sich entschieden hat schwülheiß zu sein, machten wir uns zerstört und gut gelaunt ein weiteres mal in die Arena aufn. Da wird ja wohl mehr los sein, sagte mein treuer Weggefährte, doch er lag leider mal wieder daneben. Keine 20 Leute mehr als am Freitag fanden sich vor der Bühne um 18 Uhr ein. Eigentlich sollten nun Breschdleng spielen, aber es wurde noch fröhlich umgebaut.

Es bot sich ein Bild wie tags zuvor. Breschdleng machten aber gute Laune zum bösen Spiel und animierten das Publikum weiter weg zu gehen, damit das nach etwas hier aussieht. Den Spätzlecore kann man wirklich nur Schwaben empfehlen, da ohne Kenntnisse dieses Dialektes man einfach verloren hat. Und ich als Stuttgarter darf das sagen: Schwäbisch ist nicht wirklich sexy!

Midnattsol mit Sängerin Carmen spielten eine imposante Mischung aus Folk, nordischen Klängen und Bombast. Der hohe Gesang erinnerte nicht ohne Grund an Leaves Eyes, ist doch Carmen die kleine Schwester von Liv Kristine. Gut 100 Leute hatten ihren Spaß mit Midnattsol und das ist auch die Hauptsache. Übrigens können diese Norweger perfekt deutsch.

Tieflader durften auch ran und spielten eine tighte Show bei der sogar eine Zugabe nicht fehlen durfte. Highlight ganz klar war das Lied Stuttgart. Nun ja in Ludwigsburg kann man damit aber keinen Blumentopf gewinnen.

Leaves Eyes wurde wohl sehnlichst erwartet, denn die Halle wurde recht „voll“. Fast 200 Leute tanzten und sangen mit Liv Kristine ihr Hits vom aktuellen Album Meredead oder dem guten alten Njord. Metal wechselte sich mit Folk ab. Süße Melodien wurden mit Shredder-Gitarren beiseite gedrückt. Schön das ein so abwechslungsreiches Publikum hier zusammengekommen ist. Weitere Highlights kamen in Form verschiedener Duette, einmal mit ihrem Mann Alexander Krull und einmal mit ihrer Schwester Carmen. Mit Carmen gab sie ein altes nordisches Volkslied zum besten.

Danach leerte sich die Halle rasant, da es schon kurz nach 23 Uhr war obwohl eigentlich um 22 Uhr schon Undertow dran sein sollte. Diese spielten ihren Kick Ass Core sauber in die Menge. Musikalisch über alles erhaben, wird leider recht schnell klar das hier nichts mehr geht. Ganze 3 Leute bewegten sich und 20 Leute standen hilflos in der Gegend. Undertow sind eher was für kleine Clubs, da das ganze Material doch sehr sperrig für 23 Uhr ist.

Endlich war es dann Zeit für Atrocity. Jetzt müssen doch die 800 Leute kommen! Nach einer endlosen Umbaupause, bei der die gesamte Bühne umgebaut wurde, kamen Alexander Krull und seine Mannschaft auf die Bühne. Ein wilder Jubel brach in der 100 Mann großen Schar los. Keine 2 Lieder dauerte bis mit Flammenspielen die Arena eingeheizt wurde. Obwohl hier musikalisch viel geboten wurde, war ich nach 2 Tagen einfach durch und musste wohl oder übel heim fahren.

Das Heilig’s Blechle Festival bot so viel für das Publikum. Ob der Mangel an Leuten am Lichterfest oder dem WM-Spiel lag… Wer weiß das schon…