Schnellnavigation: Bühnenrand
Bookmark

Frittenbude 01

Frittenbude 02

Frittenbude 03

Frittenbude 04

Frittenbude 05

Frittenbude 06

Frittenbude 07

Frittenbude 08

Frittenbude 09

Frittenbude 10

Frittenbude 11

Frittenbude 12

Frittenbude 13

Frittenbude 14

Frittenbude 17

Frittenbude 18

Frittenbude 19

Frittenbude 21

Frittenbude 22

Frittenbude 24

Frittenbude 25

Frittenbude 26

Frittenbude 27

Frittenbude 28

Supershirt 01

Supershirt 02

Supershirt 04

Supershirt 05

Supershirt 06

Supershirt 07

Supershirt 09

Supershirt 11

Supershirt 12

Supershirt 13

Supershirt 14

Supershirt 16

Supershirt 18

Supershirt 19

Supershirt 22

Supershirt 23

We Are Enfant Terrible 01

We Are Enfant Terrible 02

We Are Enfant Terrible 03

We Are Enfant Terrible 04

We Are Enfant Terrible 05

We Are Enfant Terrible 06

We Are Enfant Terrible 08

We Are Enfant Terrible 10

We Are Enfant Terrible 11

We Are Enfant Terrible 12

Frittenbude mit Supershirt im franz.k Reutlingen Radau und Rabatz Klub Livenacht

von Stefan Haug

Die Radau und Rabatz Livenacht zündete am 12.11. im ausverkauften franz.k Reutlingen ein Feuerwerk an breiten Beats. Zündstoff gaben We Are Enfant Terrible, Supershirt und Frittenbude, die sich auf der Bühne das Mikrofon der Reihe nach in die Hand gaben.

Kenner haben nun schon längst bemerkt, Audiolith lässt grüßen. Alle Bands sind aus dem Stall das Hamburger Labels und somit kann man schon sagen, dass dieses im Rahmen der Radau und Rabatz Livenacht ein kleines Fest hier im franz.k veranstaltet und mit dem Aushängeschild Frittenbude dabei keine kleine Band auf den Posten des Headliners hievt.

Doch zum Anfang. Da stehen We Are Enfant Terrible aus Frankreich mit einem 8-Bit Sammelsurium, wahnwitzigem Drummer und lieblicher Frauenstimme - Gitarrist und Keyboarder E.Pol im ist auch noch mit dabei. Ja, auch das gehört in die Audiolith-Familie. Und wer für die Sympathien hegt, der wird auch die kleinen aus Frankreich in sein Herz schließen. Live ist besser bewahrheitet sich hier einmal mehr. Auf Platte etwas lahm und verträumt peitscht das Live schon bestens. Vor allem Drummer F.Fingers mit seinem energischen Spiel genießt den Auftritt sichtlich und spornt zu jeder Zeit die Menge an, die sich im kleinen Kreis vor der Bühne das erste Mal gegenseitig auf den Boden legt. Sängerin P.Clo schreitet derweil lasziv über die Bühne und verdreht reihenweise Köpfe. I’m high on you and on drugs  haucht sie einem in die Ohren. I'm a real wild child gleich hinterher. Herzen schmelzen dahin. Jungenträume werden erfüllt. Diese Franzosen, was soll man da anderes tun als dem Charme verfallen? Nix. Ein guter Einstand also, den es für Supershirt zu halten gilt.

Deren Last auf den Schultern ist schnell abgeworfen. Supershirt starten mit einem grandiosen Opener der einen auf die folgenden fiependen Beats und dicken Reime vorbereitet. Die Keyboards wackeln, werden gedrückt, geschoben. Das Publikum wackelt mit, drückt sich rum und die erste Reihe lässt sich fleißig an den Bühnenrand schieben. Der Alkopop aus Berlin schmeckt. Sänger Faxe System perlen schnell die ersten Tropfen an der Stirn. Doch da wird keineswegs ein Gang zurückgeschalten. Die während des Sets vom Duo zum Trio gewachsene Band gibt mehr Bass. Techno Techno USA - der Undertaker ist in der Antifa, die ersten Chöre aus dem Publikum gesellen sich zu den Parolen. Als der Genrehit 8000 Mark dann durch den Saal hallt kommen alle auf einen gemeinsamen Nenner. Was kostet Crack? Speck? Dreck? Ed von Schleck? Alle Kehlen rufen ein 8000 Mark entgegen. Die Hände des jungen Publikums sind in der Luft. Eine zügellose Generation im Freudentaumel. Den Soundtrak dazu gibt's heute Song für Song.

Auch und vor allem von dem finalen Act. Acid Acid Acid - Hildegard ist auf Drogen. Die Menge auch. Voll auf Frittenbude. Der bass dröhnt, bunte Lichter blitzen auf, der Text wird zum Denkmal. Jeder hier kann das auswendig. Jeder hier singt das mit. Sänger Ruede Sucre hüpft dazu auf und ab, hält immer wieder einen Moment inne und blickt lässig in die kollabierende Menge. Der Freudentaumel ist zum Exzess mutiert. Frittenbude sind der hochgefeierte Act in der Szene, wenn man so will auch der führende. Den Ziehvätern von Egotronic inzwischen entwachsen wissen sie genau, wie man die Menge elektrisiert, Hits injiziert. Bilder Mit Katze, Mindestens In 1000 Jahren, Fetter Als Gelb, Und täglich Grüßt Das Murmeltier - ausruhen ist nicht. Steven Seagull kommt als Livepremiere zusammen mit Sängerin P.Clo von We Are Enfant Terrible. Gegen Deutschland wird auch noch geraved, der Band allerliebster Pandabär ist auf der Bühne fast schon Dauergast und außer sich sind sowieso alle. Nur auf Elektrofikkkke wird verzichtet. Schadet aber niemand. Jung, abgefuckt, kaputt und glücklich sind am Ende trotzdem alle.

Dazu trägt auch DJ Age bei, der zur Aftershowparty einem einen dreckigen Mix aus Rock, Hip Hop, Elektro, Punk und New Rave um die Ohren haut. Alles ist erlaubt. Radau und Rabatz eben - durch und durch.