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Foto: Robert Böing
Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

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Earl Greyhound

Earl Greyhound im Beat!Club Stuttgart

Earl Greyhound 29.09.2010 Beat! Club

von Markus Kollmann

„We give you rock, Stuttgart“, so und nicht anderst begrüßten uns die drei Mitglieder von Earl Greyhound im Beat Club. Und sie sollten ihr versprechen halten.

Aber um das ganze Erlebte richtig einordnen zu können, sollte man sich die Charaktere während des 80 minütigen Konzerts einzeln nochmals genauer anschauen.

Da ist zum einen der Frontsänger/Gitarrist, der selbstverständlich oberkörperfrei auf die Bühne kommt. Es gibt schließlich Rock und keine Schmusehits. Zudem passen auch seine langen, blonden Haare die, je länger das Konzert dauert, immer mehr zu einem nassen Vorhang werden. Das er dennoch seine Seiten trifft, bestätigt er eindrucksvoll mit hochgehaltener Gitarre, so dass auch der Zuschauer in der hintersten Reihe sagen kann: „Das müsste doch ein G-Akkord gewesen sein.“. Auch darf das Bad in der Menge nicht fehlen. Mit eingebautem Solo: ein Traum. Wären wir bei 1/3 Rock.

Dann ist da im Vordergrund noch die Frontsängerin/Bassistin, die mit ihrer Afromähne und Traumfängerohrringen zuerst sogar nicht ins Bild passen will. Ist der Frontsänger noch für ein Ersatz bei jeglicher Death-Metal Band zu gebrauchen, macht sie eher den Eindruck einer Soulsängerin oder wie eine verschlafene Macy Grey. Aber Vorsicht, wo die eben besagte Frau Grey ihre Lieder mit aller nötigster Energie runter nölt, weiß unsere Frontsängerin mit Leidenschaft und Einsatz zu verzaubern. Jeder Rhythmus wird mit einer stark wippenden Bühnenpräsenz untermalt und somit wird die Musik lebendig, ja fast greifbar.


Man bekommt die Spielfreude quasi direkt ins Gesicht gepfeffert. Das erkennen auch die Zuschauer und grinsen sich gegenseitig an, weil sie wissen hier wird Musik nicht vorgespielt, hier passiert Musik. Ab und an recken tätowierte Arme Fäuste gegen die großen Spiegel im Beat Club und die in Indie-Kreisen je verschmähte Pommesgabel darf sich auch raus wagen. Zu Recht. 2/3 Rock.

Nun fehlt noch ein Stück vom Kuchen. Und das darf der Drummer füllen. Der Drummer an sich hat ja nicht selten den Status des extrovertierten Unruheherd in einer Rockband. Hier bildet er allerdings den Ruhepol. Was zum einen an seinen 50 Jahren liegen kann, oder aber auch an seiner Coolness. Denn hier geht es nicht um Fälle malträtieren, auch nicht um Schlagzeugsolos oder lautes Geschrei nach eben diesem, ebensowenig um Showeffekte wie auf die Basedrum klettern. Denn er hat einfach den Groove für sich gepachtet. Das weiß er. Das weiß seine Sonnenbrille. Das weiß jeder, der ihn spielen hört. 3/3 Rock.

Und so stört es auch nicht, dass der Sound unglaublich mies ist. Das man den Gesang für die ersten 2 Lieder überhaupt nicht hört und das Schlagzeug dafür umso mehr. Es stört auch wenig, dass sich die Lieder auf ihrer neuen CD gewaltiger anhören und die Sängerin live eine nur recht dünne Stimme aufweisen kann. Denn sie wollen rocken, egal wie die Umstände sind und in welcher Verfassung sie sich auch befinden. Bestes Beispiel dafür ist ihre Zugabe. Black Sea Vacation kommt am Anfang seicht daher, könnte sich ungestört in die SWR3-Playlist einordnen nur um dann ausaneinander genommen zu werden. Power-Riffs werden eingebaut, das 3-minütige Lied zu einem 8-mintügem ausgeschlachtet und so wird aus einem Sommer-Sonnen-Lied ein Rockmonster.

So und nicht anderst geht Rock. So wollten sie ihn uns geben und sie taten es auch. Es war gut so.