von Stefan Haug
Indietronic sagen die Kenner und Nerds. Does It Offend You, Yeah? sagen wir. Und genau die präsentierten im Stuttgarter Zapata einen Bastard aus Elektro und Indie, der alles und jeden mit- und niederriss.
Die Schmalz- und Schmachthymne Time To Say Goodbye von Andrea Bocelli, zwar verzerrt und mit kratzenden Sounds zerfahren, läutet da als Intro das Konzert doch etwas befremdend ein. Warum bleibt das Geheimnis von Does It Offend You, Yeah?. Vielleicht ist es ein Lebewohl in Richtung Mini Rock-Festival, dem sie einen Tag vor dem Konzert heute für wichtige Termine im Ausland eine Absage erteilten. Oder doch für die Vorband Yucca aus Nürnberg, die schon längst von der Bühne ist und mit ihrem Mix aus Elektro, Alternative und Indie zwar bewies, dass sie ihr Handwerk versteht, aber nicht mitreißen konnte. Detailverliebt ist das ganze zwar sehr und auch verspielt leichtfüßig. Hat man aber alles auch schon desöfteren gehört. Von anderen, besser. Und auch die größten Momente versinken leider in der Masse aus Synthies und ellenlangen Soundlandschaften.
Das packen Does It Offend You, Yeah? schon anders an. Die drücken einem die besten Momente nämlich aufdringlich und reihenweise zwischen die Beine. So folgt Wrestler auf das Intro und zerschlägt gleich mal alle harmonieseligen Gedanken, die dieses vorausschickten. Wrestler ist von der neuen Platte Don't Say We Didn't Warn You, kurzweilig und mit einem derben Drive. Der Mittelfinger der dem Debüt You Have No Idea What You're Getting Yourself Into immer versteckt irgendwo anhaftet, ist hier Dauerpräsent. Derart energiegeladen und treibend, sowohl auf Platte, als auch auf der Bühne präsentieren sich Bands nur selten. Doch für alle, denen dass für den Anfang zu viel ist, hat man auch genügend Material vom Debüt dabei, wie With A Heavy Heart und Battle Royal im Anschluss zeigen. Und alle, egal ob der wütende Noisepop oder die instrumentale Beatwalze, Does It Offend You, Yeah? brechen eine Wand nach der anderen ein.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Foto: Sebastian Warmbrunn
Does It Offend You, Yeah? im Zapata
Mit viel Rabatz und wenig Verständnis für ruhige Minuten standen 'Does It Offend You, Yeah?' zu euren Diensten.
Sänger James Rushent treibt derweil an, Band und Menge. Alle auf einmal. Er ist der unruhige Fixpunkt, mit dem ein Konzert seiner Band fällt oder steht. Und gefallen sind sie noch nie, höchstens über ihre Ambitionen. Anders als der ein oder andere Zuschauer, der im Pit untergeht. Denn der reißt passend zur Musik alles nieder. Besonders beim hektischen Attack Of The 60 Ft. Lesbian Octopus und dem mächtigen neuen We Are The Dead verliert sich alles in einem riesigen Pulk. Man sieht große und strahlende Augen - oder in manchen Momenten auch kleine, deren Blick konzentriert und ängstlich, fast schon panisch scheint, wenn die nervösen Beats und fiebrigen Melodien aufeinandertreffen. Die fünfköpfige Band raucht derweil eine nach der anderen, nimmt sich einen Shot und fordert die Menge von Song zu Song mehr.
We Are Rockstars gibt den finalen Overload. Die Zugabenrufe laden Does It Offend You, Yeah? aber noch zwei weitere Male auf die Bühne. Dabei kracht dann auch die aktuelle Single The Monkeys Are Coming auf die ein, denen auch in der letzten Zugabe eine Live-Premiere geboten wird. Dabei verhalten sich Does It Offend You, Yeah? wie eine räudige Bande Affen. Alles springt wild durcheinander, Sänger James Rushent zuerst von den Lautsprechertürmen, dann in die Menge. The Monkeys Are Coming eben.
Und auch wenn das Zapata am Ende etwas zu groß bemessen war. Das vorerst als Veranstaltungsort geplante Zwölfzehn hätte diesem Konzert nicht standgehalten. Erwartungen erfüllt. Auch wenn James Rushent heute doch gefallen ist. Über das Mikrofonkabel. Im Taumel zwischen Beats und Euphorie.
