Im Anschluß der Veröffentlichung seines neuesten Albums „Vom Vintage verweht“ wurde D-Man als der beste deutsche Rapper gekürt. Seit seiner letzten Tournee ist knapp ein halbes Jahr vergangen, großer Erfolg war das Ergebnis und fast noch größer die Freude, als verkündet wurde: Er kommt wieder.
Tatsächlich zeugen seine Texte von gekonnter Wortakrobatik, die einzelnen Aussagen verbindet er ungezwungen mit passenden Reimen und an genügend Beat fehlt es schon gar nicht. Gestern zappelte nicht nur das Publikum- nach dem Konzert konnte man auf dem Bühnenboden sein Spiegelbild betrachten, sowohl Dendemann als auch die Freie Radikale GbRdH polierten die Fläche aufs Gründlichste. Gespielt wurden nicht nur aktuelle Tracks: als Bademeister zelebrierte er das Nichtschwimmer Dasein, während im Publikum gleich mal die Schwimmflügel und Rettungsringe ausgepackt wurden.
Die Qualität von „Vom Vintage verweht“ konnte musikalisch gehalten werden, was wohl vor allem daran lag, dass das Album mit der Freien Radikale GbRdH bereits live eingespielt wurde.
Auch wenn Dendemeier seine Truckercap gegen eine New Era eingetauscht hatte, trat er in seinem bekannten white trash Jeans-Outfit auf. Die Stimmung war gut, sowohl auf der Bühne wie auch im Publikum. Dennoch wollte sich bei mir nicht ganz die erwartete Euphorie ausbreiten. Vielleicht lag es an der hohen Erwartung und den vielen Vorschusslorbeeren, aber richtig mitreißen konnte das Konzert nicht. Trotz allem animierte es große Teile des Auditoriums zum Mitzappeln. Souverän war das Ganze alle mal, was Dende im LKA ablieferte.