Bizarre Welten, unbekannte Zeiten, experimentelle Sounds! Deadlock bringen ihr neues Album Bizarro World raus und luden in ausgewählten Städten zur Release Show ein. Am 27.Februar live in der Rockfabrik Ludwigsburg.
Es kommt immer anders als man denkt! Nicht nur das wieder mal nur 100 Menschen die Rofa Ludwigsburg beehrt haben, nein, auch kleinere Probleme bei Deadlock machten diesen Abend eher ungewöhnlich.
End Begins lautet ein Song von Deadlock doch wir wollen mit der überraschend guten Vorband anfangen: Lolapaloosa aus Jena. Eine Dame hinter den Drums und eine Dame am Saxophon die im Hintergrund auch noch ein Keyboard bediente, dazu gesellten sich zwei Gitarristen, ein Bassist und ein manischer Sänger. Fertig ist die ungewöhnliche Bandkonstellation. Der Sound des Sextetts war auch ungewöhnlich: Metal und Rock gepaart mit Elektroelementen, Raps, Dubsteb-Beats und Saxophon-Grooves. Vergleiche mit anderen Bands kann man getrost in die Tonne klopfen da man das live gehört haben muss! Mit diesem experimentellen Sound passten sie gut zum Headliner, doch die wenigsten im Publikum bewegten sich oder ließen sich zum klatschen bringen. Schade, denn hier wurde leider zu früh eine Perle verschossen!
Die nächste Band The Prophecy 23 war nicht ganz das, was man von einer passenden Bandzusammenstellung für solch einen Konzertabend erwartet hätte. Puren Old-School-Thrash-Metal gab es auf die Zwölf. Mehr nicht. Der Gitarrist sah aus wie ein Klingone (es tut mir leid!) und das Publikum fands großartig. Tiefpunkt des Gigs war die Ansage: „Mögt ihr Fleisch? Esst ihr gerne richtig viel blutiges Fleisch?“ Blöd nur das Deadlock nicht nur Veganer sind, sondern sich auch aktiv für die Tierrechtsorganisation peta2 einsetzen. Provokation oder Unwissen? Wer weiß…
Nun kommen wir zu den kleineren Problemen die am Anfang erwähnt wurden. Leider wurde Sänger Johannes von Deadlock beim Soundcheck plötzlich krank! Ihm schwoll der Hals an und musste ins Krankenhaus. Deswegen durfte Basser John einspringen. Hinter den Kesseln war auch ein anderes Gesicht und zwar niemand anderes als Norman Lonhard von Triptykon. Brutal Romance machte den Anfang. Begonnen wurde also schon mit einem neuen Track vom neuen Bizarro World. Der nächste Dreierschlag Code Of Honour, Virus Jones und The Brave/The Agony Applause rüttelte auch den Letzten wach! Es wurde endlich getanzt. Endlich!
Ersatzsänger John hinterließ einen mehr als guten Eindruck! Doch Sabine´s Solo-Singstunde schlug an und er musste die Bühne kurz räumen, denn es wurden 2 Lieder für die Damen gespielt. State Of Decay und Paranoia Extravaganza (auch beide vom Bizarro World Album) wurden mäßig bejubelt. Dabei kann Sabine doch so schön singen… Mensch…
Doch dann war auch schon wieder Schluss mit dem Spuk. Mit ihrem Metal/Eurodance Klassiker End Begins wurde das reguläre Set beendet. Natürlich gab es eine Zugabe und wie so oft durfte Awakend By Sirens den Abschluss bilden! Diese Hymne war im Übrigen die allererste Zusammenarbeit mit einer Sängerin für Deadlock. So schließt sich also der Kreis. Eine Feststellung bleibt: so bizarr ist die Welt von Deadlock dann auch wieder nicht.
Setliste für Leute dies unbedingt wissen wollen:
- Brutal Romance (neu)
- Code Of Honour
- Virus Jones (neu)
- The Brave / The Agony Applause
- Earthlings (neu)
- Renegade (neu)
- State of Decay (neu)
- Paranoia Extravaganza (neu)
- Falling Skywards (neu)
- Dark Cell
- End Begins
- Intro von Manifesto / Zugabe
- Martyr To Science
- Awakened By Sirens