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Darwin Deez green

Darwin Deez band

Darwin Deez crowd

Darwin Deez gelb

Darwin Deez groß

Darwin Deez laugh

Darwin Deez Partytime1

Darwin Deez Partytime2

Darwin Deez Partytime3

Darwin Deez rap1

Darwin Deez rap2

Darwin Deez rauch1

Darwin Deez rauch2

Darwin Deez rauch3

Darwin Deez rot

Darwin Deez rot2

Darwin Deez yellow

Rams Pocket Radio1

Rams Pocket Radio2

Rams Pocket Radio3

TEE Dinosaurs

Darwin Deez im Backstage München

von Rene König

Wer dachte Indie ist eh nur Hype, hat noch nie etwas von Darwin Deez gehört! Am 10.März 2011 beehrte die Indie-Truppe, mit dem Faible für abgefahrene Tanzeinlagen, das Backstage in München.

Die Indie-Jugend in Deutschland ist zu vergleichen mit der Visual Kei Szene in Japan: Man ist unter Gleichgesinnten, man hat coole, hype Klamotten an und man hört ähnliche Musik. Heutzutage ist nun mal alles Indie. Doch ein Darwin Deez Konzert setzt sich von einem Hype ab.

Man traf sich also im Wohnzimmer Münchens, dem Backstage. Um halb 8 wurde die Halle des Areals geentert, um im ausverkauften Haus Darwin Deez zu betanzen. Pünktlich um 20 Uhr ging es schon los mit Rams’ Pocket Radio. Sänger, Songwriter und Pianist Peter McCaulay machte erstaunlich schöne Klänge. Atmosphärischer, ohrwurmtauglicher Pop könnte man das ganze nennen. Gesangliche Unterstützung hatte er von seiner Bassistin, die ruhig etwas mehr hätte singen sollen! Nach 30 Minuten war auch schon leider Schluss. Freunde von Mew, Surfjan Stevens oder sogar Jamie Cullem sollten hier auf jeden Fall mal reinhören.

Die Halle war um 20.45 Uhr voll bis unters Dach und alle warteten sehnsüchtig auf Darwin Deez! Und diese betraten… nicht die Bühne! Die Meisten hatten gar nicht mit einem zweiten Support gerechnet! Eine in Umhang gehüllte Person betrat die Bühne, auf der zahllose Kabel und Knöpfe standen. Nach wenigen Sekunden war klar was hier los ist: Der Totally Enormous Extinct Dinosaurs machte sich daran, für 30 Minuten das Münchner Publikum in eine Rave-Party zu verwandeln. Mit einem unglaublich lauten Bass-Synthie-Gewitter brachte er die Indie-People zum Tanzen. Leider wurde das Ganze nach einer Weile doch sehr stumpfsinnig. Der Indianer-Kopfschmuck-Fan hinterließ nach dem Ende seines kleinen Sets dröhnende Ohren.

Endlich war es Zeit für die Senkrechtstarter aus New York. Mit knappen 45 Minuten Umbaupause wurde man auf die Folter gespannt. Endlich ging es los! Und als Erstes gab es nichts Geringeres als eine Partytime Nummer! Die Basis eines jeden Darwin Deez Konzertes. 90er Jahre Trash, alte Klassiker und die magischen Tanzeinlagen der Darwin Deez Dancegroup sind genau das, was das Publikum erwartet! Up In The Clouds als Übergang und erstes Lied brachte das Publikum endlich zum Tanzen. Darwin Deez macht einfach eine eine andere Art Musik. Minimalistisch, aber doch voluminös kommen die Songs daher. Man hört wirklich bei jedem Ton mit welchem Herzblut Darwin seine Lieder schrieb. The Suicide Song, My DNA und Deep Sea Divers wurden abgefeiert bevor es zur nächsten Partytime ging. Gerade Deep Sea Divers muss erwähnt werden, da hier das Münchner Publikum absolute Mitsing-Qualitäten bewies! Nahezu perfekt spielten die Jungs ihr Set runter. Nur bei The City gab es kleinere Probleme. Um noch ein Lob an München auszusprechen: Bei Bad Day war die ganze Halle textsicher! Das erlebt man nicht so oft. Der Disco-Kracher Radar Detector schloss das reguläre Set.

Aber dank des tollen Stegs der Backstage-Halle gab es für das Quartett kein Entrinnen: Bevor sie überhaupt die Bühne betreten konnten wurden sie jubelnd empfangen. Eine Ballade (leider weiß ich den Namen nicht) und Constellations machten den Abschluss perfekt!

Fazit: Ein schönes Konzert, doch im September im Atomic Cafe war das ganze einfach intimer und Darwin war nicht ganz so wortkarg wie heute. Doch bei so einem Tourplan ist dies nur ein kleiner Kritikpunkt einer gelungen Show.