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Darkness Over X-Mas 2010

von Rene König

Einmal wurden in diesen Feiertagen Plätzchen und Braten beiseite gestellt - und das aus gutem Grunde. Die Darkness Over X-Mas-Tour gastierte in Stuttgart um den Daheimgebliebenen den Weihnachtsspeck vom Leib zu rocken.

Während die Tour 2009 unter diesem Motto ein umjubelter Siegeszug der erolgreichsten Bands im Bereich des modernen Metals war(Heaven Shall Burn, As I Lay Dying, Dark Tranquillity…), ist dieses Jahr eher der Underground vertreten. Mit Neaera und Callejon hat man 2 Chartstürmer im Gepäck die sich den Headliner-Posten auf der Tour teilen.

Aufgrund der großen Nachfrage  wurde das Spektakel in das LKA Loghorn verlegt, was mich doch ein wenig überraschte. Im November 2008 waren „Callejon“ und „We Butter The Bread With Butter“ zusammen im kleinen Keller Klub und Neaera spielten im Frühling diesen Jahres vor keinen 100 Leuten im Haus 11.

Um Kurz vor 19 Uhr  war noch eine beachtliche Menschentraube vor dem LKA. Da das mit der Akkreditierung leider nicht klappte, wurde noch schnell eine Karte vor der Halle gekauft da der AK Preis bei 25 EUR lag.

Punkt 19 Uhr: Zeit für „This Bleeding Soul“!

Vor 2 Wochen noch in der Rockfabrik vor kleinem Publikum durften die Köngener Jungs heute gut 1000 Leute bespielen. Gewohnt lässig und wieder mal mit Bommelmützen bewaffnet spielten sie in 25 min ihren breakdownlastigen Metalcore. Die Setlist war die gleiche wie letztens , nur der Sound war um einiges besser als in der Rockfabrik. Das erste Highlight war dann die Coverversion von „Pokerface“ bei der sogar gestandene Metaller mitsangen.. soso die harten Jungs wieder mal…

Zum Schluss gab es noch eine  Cricle Pit und der Platz wurde geräumt für

„His  Statue Falls“

Schon während des Umbaus redete der Sänger mit dem Publikum. Anscheinend ginge es dem Gitarristen (auch Cleangesang) und ihm selbst nicht sgut aufgrund einer Erkältung und  entschuldigte sich für die leichte Verzögerung und die knappe Spielzeit.

Auf Platte klingen His Statue Falls sehr Elektrolastig mit einem Hang zum Emocore. Live läuft der Hase aber anders. Drums und Gitarren dominierten den Sound  und die Elektroelemente wurden erstmal zurückgefahren. Vergleichbar ist das ganze mit Enter Shikari. Dem Publikum gefiel das ganze und tanzte und moshte ordentlich mit. Ein besonderer Moment war als Sänger als seine gerade mal 12 Tage alte Tochter grüßte bei der er gerade lieber wäre.

Nach 20 min Spielzeit wurde es dann langsam voll vor der Bühne…

Zeit sich ein b isschen umzugucken. Das LKA bietet seit kurzer Zeit sogar Essen an! Leider Leider ungünstig gelegen neben dem Merch stank der LKW-Stand die ganze Halle voll. Bei einer Veranstaltung wo gerade viele Vegetarier anwesend sind hinterlässt das einen faden Beigeschmack.

Zur Primtime um 20.15 Uhr ging es dann mit „We Butter The Bread With Butter“ los.

Im weiteren Verlauf werde ich sie einfach nur noch „Butterbrote“ nennen.

Die Butterbrote haben es sich zum Ziel gemacht die Menschheit mit Nintendocore , Kinderliedern und Unsinn zu beherrschen. Dies gelang im LKA auserordentlich gut! Die Kiddies waren wohl nur wegen den Butterbroten da! Sei es „Kartoffelsalat“ oder „Entleiin“: Im Publikum „sangen“ alle mit. (apropos Gesang: Sänger Marcel grunzte, „breedete“ und schrie sich die Seele aus dem Leib… aber er sang nicht!)

Leider konnte ich nicht immer objektiv diese Band beiwohnen… Sorry

45 min durften die Butterbrote ran.

ZOMBIES ZOMBIES ZOMBIES

21.15 Uhr krk krrrrkkkk Acht---  ung

Es wurde Zeit für Callejon die Zombies aus dem Ruhrpott!

Mit ihrem Album Videodrom kamen sie auf einen beachtlichen Platz 31 in denCharts! Dementsprechend voll wurde es vor der Bühne. Mit riesigen Backdrop und sonstigen Schnickschnack wurde die Bühen vollgepackt (Sänger BastiBasti hatte eine verwegene Kutte an und durfte sogar einen schicken leuchtenden Mikrofonständer sein eigen nennen).

Mit dem Intro „VI“ ging es los und das Publikum frass Callejon aus der Hand. Der Großteil der Setlist lag auf den Songs der Werke  „Zombieactionhauptquartier“ und „Videodrom“.

Wohl ein Markenzeichen des Sängers ist die Ansprache „Meine Lieben Freunde“ und seine leicht durchgedrehten Ansagen. 50 min gab es feinsten deutschsprachigen Metalcore auf die Ohren und fand um 22.05 Uhr ohne Zugaben sein Ende.

Notiz an den Lichtechniker: Die Scheinwerfer in Richtung Publikum mögen zwar nett sein, aber dauernd ausgeblendet zu werden tut irgendwann in den Augen weh.

Nun geschah das was zu befürchten war: Die Leute gingen in nach Hause. Waren bei den Butterbroten und Callejon ca 1000 Leute anwesend , musste Neaera nun mit nicht einmal mehr 600 Leuten auskommen von denen der Großteil müde in der Ecke lag. Wieder mal mit ziemlich viel Bock unter den 4 Buchstaben machten Neaera sich drauf und dran den Laden auseinander zunehmen und sich den Pokal in „Die-meisten-Crowdsurfer-des-Abends“ zu holen. Wie in Karlsruhe ging es los mit dem Intro und ihrem Single track „Heaven´s Descent“. Sänger Benny strahlte über beide Ohren und bedankte sich nach jedem Lied bei den dagebliebenen Leuten oder den Bands des Abends. Leider bemerkte man schon recht früh das bei den Meisten  die Luft raus war. Bei Eight Thousand Sorrow Deep war eine leichte Überforderung in den Augen der Leute.

Trotzdem boten Neaera eine starke Show die sogar einige Klassiker wie „Walls Instead Of Bridges“ beinhaltete. Um 23.15 Uhr war dann Schluss im LKA und man durfte noch beim Merchandise-Stand „Neaera“ den Schweiß von der Stirn wischen und Teile von „This Bleeding Soul“ High Fives geben.

Da macht sich einer Sorgen das Jugendliche keinen Sport mehr treiben.