Mit "I Know What I Am", dem einen Song der zum Tanzen animierte, war der Hype um Band Of Skulls groß. Für einen Moment waren sie dieses "the next big thing" im vom Blues liebkosten Garagenrock. Danach wurde es ruhig um Band und Songs. Das man sie aber nicht abschreiben sollte bewiesen sie am 27.09.2010 im Schocken Stuttgart.
Energiegeladen betreten die drei Bandmitglieder die Bühne. Nachdem sie mit Patterns das Schocken eingeheizt haben, begrüßt Russell Marsden – der mich ein wenig an eine lebenslustigere Version von Kurt Cobain erinnert - mit einem fetten Grinsen ‚So it’s Monday – enjoy!‘ das Publikum.
Abwechselnd und sehr konzentriert, spielen die drei Engländer mal ruhigere dann wieder rockigere Nummern, starke Gitarren und Drums. Verruchter Garagenrock mit der üblichen Portion Blues gibt es hier zu hören, getragen von dreckigen Gitarrenriffs und -melodien. Dazu die gesunde Mischung aus kratzig männlichem und weichem weiblichen Gesang.
Als Emma Richardson bei Honest eine Ballade anstimmt, wird es ganz still im Publikum. Alle scheinen fast wie gebannt zu sein. Eines der schönsten Songs auf der Platte, wie ich finde. Jedoch auch einer der ruhigsten.
Danach mit rockiger werdenden Übergang bei Blood ist die 'Verweilstarre' wieder aufgelöst. Alles in allem gute Übergänge auf der ganzen Setlist und keine Spur von Langeweile, weder auf der Bühne noch im Publikum. Sehr ohrwurmlastig und eine gute Mischung aus Blues und Indie-/Alternativrock wenn man sie in ein Genre stecken möchte.
Sie versprühen auf der Bühne eine Spielfreude und es macht Spaß ihnen dabei zu zuhören, wie auch zu beobachten. Mit einem heiteren ‚…feel free to have a beer with us‘ und zwei Zugaben Bomb und Impossible verabschieden sich Matt, Russell und Emma von der Bühne.
Setlist:
PATTERNS
FRIENDS
FIRES
LIGHT
DIAMONDS
COLD FLAME
HONEST
BLOOD
IKWIA
HOLLYWOOD
DULL GOLD HEART
-
BOMB
IMPOSSIBLE