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Foto: Sebastian Warmbrunn
Architecture in Helsinki

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Architecture in Helsinki

Architecture in Helsinki Manufaktur Schorndorf

von Sebastian Warmbrunn

Die Band tanzt, die Discokugel dreht sich. Architecture in Helsinki bescheren der Manufaktur in Schorndorf ein solides Twee-Pop Spektakel und wir waren für euch dort.

Architecture in Helsinki

Was kann man von einer Band mit rund 10 Jahren Bühnenerfahrung und einem Namen, der zumindest mehr oder weniger auf jedem Breitengrad dieses Planeten einen mehr oder weniger großen Bekanntheitsgrad erlangt hat, erwarten? Eine gefestigte Bühnenpräsenz, eine in irgend einer Form musikalische Ausgefeiltheit und vielleicht auch hier und da Angewohnheiten, die sich über die Jahre hinweg herauskristallisiert haben. Architecture in Helsinki haben dem Schorndorfer Publikum am 13. Oktober all das geboten.

In Nebelschwaden und mit musikalischem Intro erscheinen die Bandmitglieder auf der Bühne, darunter Cameron Bird mit Sonnenbrille und Kellie Sutherland im Ganzkörperstrampler. Hat mich ein bisschen an meinen Kindheitsschlafi erinnert. Da hab ich mich doch gleich heimisch gefühlt. Nach dem ersten Stück wurde dann klar, dass die Australier sich auf der Bühne genau so wohl fühlen wollen, wie ich bei diesem Anblick und so wurde angewiesen die Nebelmaschine doch bitte aus zu lassen, das passe nicht zu ihrer Musik. Im gleichen Atemzug noch kurz das bis dahin eher verhaltene Publikum zum tanzen aufgefordert und mit Hold Music das Konzert so richtig eingeläutet. 

Das wars dann aber auch erstmal mit der Kommunikation zum Publikum, statt zu reden wurde der Musik den Vortritt gegeben. Drei Keyboards, Synthesizer, E-Drums und Gitarren konnten den mit jung und altem Publikum gut gefüllten Saal bei Laune halten, aber Percussions oder akustisches Instrument wurde schmerzlich vermisst. Zwischen Liedern vom neuen Moment Bends wurden auch immer wieder ältere Sachen eingestreut. Neben einer choreografischen Meisterleistung vierer Bandmitglieder, mit der das Publikum weiter bei Laune gehalten wurde, ist auf der Bühne selbst allerdings nicht viel geschehen. Mit verspielten Liedern, untermalt von den markanten Stimmen des Gesangstrios der Band, nahm das Konzert also seinen Lauf. Bei der Zugabe wurde nochmal alles gegeben. Zu dem verschmusten B4 3D kamen die Diskokugeln zum Einsatz. Voll romantisch. Mit Heart it races zum Abschied das Konzert noch gut abgerundet und ab nach Hause, nach einem Abend der Erwartungen erfüllen konnte.