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Alexander marcus

Alexander Marcus + Globi LKA Longhorn Stuttgart

von Rene König

Der König der Electrolore zeigt sich seinem Volke. Erhebt euer Haupt und tanzt zu Alexander Marcus. Des Wahnsinns fette Beute am 18. November im LKA Hawaiitoast. Das war Mega!

Nach einer unfassbaren Eurodance Tanzfeier vor dem LKA, ging es ohne Umwege in die beschauliche Menge der Konzerthalle. Wo sonst Metaller, Indie-People und andere Menschen feiern, durften wir ein bunt gemischtes Publikum erleben. Nur Wenige hatten sich dem Anlass gebührend gekleidet, so das mein Begleiter im Spice Girls Shirt doch auffiel wie ein bunter Hund. Aber er wollte das so. Mit entspannender Bumm bumm Musik wurde man eingegroovt bis um 21.20 Uhr – also 80 Minuten später als vermutet – die Lichter ausgingen, die ersten Stagediver sich in die Luft erhoben und der König der Electrolore Alexander Marcus die Bühne betrat. Der machte auch gleich keine Gefangene und schleuderte mit Mega die erste Granate raus, bei der die 800 Mann starke Partymeute kein halten mehr fand. Unsanft aus dem Fotograben befördert schloss ich mich diesem wilden Mob an. Wo wird man sonst sanft durchgeschüttelt. Bei anderen Konzerten gibt’s gleich immer auf die Fresse.

Auch mit Pitschi Pitschi Popo machte Herr Marcus nichts falsch. Meines Erachtens wurde dieser neue Hit viel zu früh verschossen. Schade. Was dann kam, rutschte tief in die hinteren Gehirnwindungen des Redakteurs. Um eins klar zu stellen: Dies hat keineswegs mit erhöhtem Alkoholgenuss zu tun. Es waren einfach zu viele Eindrücke. Hier mein Eindrücke- Sammelsurium:

-Alexander Marcus kann die Massen bewegen. Ob nun im Sitzen oder im Stehen. Sobald er aber tanzt, flippen alle aus.-Zwar war der Sound sehr gut, aber showtechnisch hab ich mir mehr erhofft. Ein paar Kleidungswechsel, eine große LED-Wand und 4 Tänzerinnen, die ab und an mal auftauchten, waren da fast schon alles an Show. Okay Globi, der heißgeliebte Globus, wurde mit einem Minijeep auf die Bühne gerollt. Das war es dann aber.

- Das Publikum ist nicht nur kunterbunt, sondern ausgesprochen Un-Mallorca-mäßig. Eine positive Überraschung und Vorurteile zerstörrend.

- Wir haben getanzt! Und wir schämen uns auch nicht mal dafür.

- Einen Hawaiitoast so zu inszenieren und abzufeiern… das schafft sicherlich kein anderer.

Nach fast 2 Stunden Vollbedienung, 3 Zugaben und 6 neuen Liedern war dann Schluss. Was bleibt sind neben einem Sammelsurium an Eindrücken auch die Frage: Rentiert sich wirklich eine Tour ohne Werbung, wenn man kein neues Album veröffentlicht hat? Ein gewagtes Risiko. Ob ein halbvolles LKA als Beweis dient? Ach was solls. Ich esse erst einmal einen Hawaiitoast. Denn wichtig ist das Weißbrot.

Anmerkung: Leider gibt es keine Fotos. Wir wollten, aber durften nicht.